YOGA

und seine traditionellen vier Pfade.

Hatha- und Raja-Yoga

Mit Asanas (Körperübungen) und Pranayama (Atemübungen) lernen wir, wie wir unseren Körper und Geist beherrschen können. Die körperliche und geistige Energie entwickelt sich langsam zu einer spirituellen Energie.

Die acht Sutras des Hatha- und Raja-Yoga

Die philosophische Praxis des indischen Gelehrten „Patanjali“ wurde in den achtgliedrigen Übungsweg in Form von Yoga-Sutras beschrieben.
Ashtanga-Yoga (ashta > acht, anga > gliedern)

1. Yama – Gebot der Ethik – Gutes Handeln

Yogis sollten nie stehlen oder bestechlich sein, gewaltlos leben und Wahrhaftig sein. Sexuelle Enthaltsamkeit und nicht Besitzergreifend runden dieses Gebot ab.

2. Niyama – Gebot der äußeren und inneren Reinheit für die Yogapraxis

Selbstdisziplin und Zufriedenheit, das Studium spiritueller Literatur, Hingabe an das Göttliche kultivieren deine Yogapraxis.

3. Asana – Körperübung

Deine Sitzhaltung soll fest, stabil und glücklich sein. Wenn der Yogi in der Übung der Sitzhaltung gefestigt ist, folgt:

4. Pranayama – Atemübung

Üben der Unterbrechung von Ausatmung und Einatmung, damit wirken wir auf unseren Geist.

5. Pratyahara – Das Zurückziehen der Sinne

Im alten Indien sprach man über Handlungssinnen dazu zählten Sprechen, Greifen, Gehen, Entleeren und Zeugen. Die Wahrnehmungssinnen, der Mensch empfängt dabei Informationen von außen durch das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und das Tasten.
Die Wendung der Sinne nach innen und der „Wesensidentität des Geistes“ folgen.

6. Dharana – Konzentration

Ist die Bindung des Geistes an einen Ort. Dies kann ein Bild, der Atem oder auch das Rezitieren eines Mantras wie „OM“ sein. Konzentration ist die erste Form der Meditation.

7. Dhyana – Meditation oder Loslassen

Der Meditationsgegenstand (Bild, Atem, Mantra) wird in die Weite losgelassen um in eine weite, tiefere Konzentration zu kommen und zu erleben.

8. Samadhi – Einung, Versenkung

Das innere Licht bricht durch, um den Geist und das Leben zu tragen.
Samadhi als die höchste Stufe im Yoga.

Konzentration und Meditation – Dharana – Dhyana – Samadhi Foto: (C) agnes stadlmann

Karma-Yoga

Praktiziere Mitmenschlichkeit. Selbstlos zu handeln in Worte und Taten, dabei keine Anerkennung, Lob und Erfolg zu erwarten. Karma-Yoga zu praktizieren ist eine gute Basis für deine Meditation.

Bhakti-Yoga

Yoga des Herzens und der Liebe. Praktizieren von Gebeten, Rituale und Mantren.

Jnana-Yoga

Weisheit und Erkenntnis. Über das Studium von heiliger Schriften, unter anderem auch der Yoga Philosophie, erkennen wir das Höchste in uns Selbst und in allen Lebewesen.